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Wahrscheinlich gibt es wenig jene, die für das Projekt Via Dinarica nicht gehört haben.

Daher wollen wir nicht viel Worte verbrauchen, um es vorzustellen. Kurz kann man sagen, es handelt sich um  eine Gebirgsroute, die die Länder im Region natürlich verbindet, über die Dinariden-Gebirgskette.

Im Sinne des Projektes  stellt  Via Dinarica eine Plattform für erhaltende Entwicklung von Tourismus  und örtlichem wirtschaftlichem Zuwachs dar. Sie wird mit Mitteln der USAID und UNDP eingesetzt, wo die wichtigste Aktivität ist,  Herstellen von Bergwegen der Dinariden-Gebirgskette entlang, ab Albanien bis Slwenien.

Der Partner der UNDP an Ort und Stelle in Bosnien-Herzegowina ist Verein „Terra Dinarica“ („Land Dinarika“), der auf Entwicklung der Initiative und des Projektes Via Dinarica in Bosnien-Herzegowina arbeitet: Bewertung und Entwicklung der Kapazitäten.

Da Bergradfahren eine immer  beliebter Weise der „Bergwanderung“ wird, so fand es seinen Platz auch in diesem Projekt. Unserem Verein steht  die Ehre zu, an Trassieren und Mappieren dieser Wege auf Gebiet Bosnien-Herzegowinas   teilzunehmen.

Der erste Schritt ist, Herstellen von einem Hauptweg, der entlang der Dinariden  in Bosnien-Herzegowina führt, an den später Nebenwegen oder Varianten angeschlossen werden.

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Auswahl der  Hauptwegtrasse ist keineswegs eine leichte Arbeit, berücksichtigt eine ganze Menge der Berge, die mit Makadam- und Waldwegen durchwebt sind und dadurch alle für Bergradfahren  ideal,  so  dass als Hauptkriterium  die Kontiniutät bestimmt wurde, die der Hauptweg haben muß, natürlich mit Unterkunftsmöglichkeiten für mehrtagige Touren.

Den Grundsätzen befolgend zieht die Trasse des Hauptweges der Wasserscheide des Adriatischen und des Schwarzen Meers entlang dh. entlang der natürlichen Grenze zwischen der Herzegowina und Bosnien und bietet dadurch Aussicht auf den karstlichen Süden und waldreichen Norden. Dabei führt sie auf fast keiner Stelle unten 1.000 m. ü. M.

Der Hauptweg umfasst  die folgenden Bergen: Zelengora, Treskavica, Visočica, Bjelašnica, Bitovnja, Zec, Vitreuša, Raduša, Cincar, Golija und Šator.

Um  die Begehbarkeit/Befahrbarkeit des Weges und die Etappenlängen zu prüfen, begaben wir uns auf eine viertagige „Expedition“, mit dem Ziele, den ersten Teil des Weges zu besichtigen.

  1. Tag:  Berg Zelengora- 9 Seen
Unser Ziel war, alle  neun Seen in einem Tag zu besichtigen, was eine Etappe von 70 km Länge und über 2000 m Aufstieg, und ortsweise auf steilen Teilen Schieben umfasst. Um das zu erreichen, mußten wir früh am Morgen losfahren und entschieden auf dem Zelengora, im Nationalpark Sutjeska, genauer in der  Berghütte Donje Bare  zu übernachten.

Die Tour beginnt mit Besuch den Seen Donje i Gornje Bare, danach folgt Abstieg in den Cañon des Flusses Hrčavka, anschießend Aufstieg bis zum Ljubin grob-Sattel, berühmt für die Legende über den tragischen Hochzeitszug und für Kämpfen aus dem 2. Weltkrieg.

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Kurz vor dem Spitze  ist der Weg sehr steil und wir schieben die Fahrräder etwa hundert Meter um die Abfahrt zum Weißen und Schwarzen See  (Bijelo i Crno jezero) zu genießen. Dann wieder ein kurzes Schieben bis Stari Katun und anschließend Abstieg über die Pašina Wiese (Pašina poljana). Wir besichtigen Videž und schließen uns an den regionalen Makadamweg Kalinowik – Čemerno, unweit  unter dem Orlovačko und Jugovo See.

Am Jugovo See rasten wir vor dem nächsten Aufstieg, der zur Abzweigung nach dem Kotlaničko und Štirinsko See führt, wo der Weg  steinig und schwerer wird. Wir kommen doch  schnell voran, dem Regen entkommend, der immer wieder droht. Wir fahren weiter zum Štirinsko See, da hört der Weg auf, und wir setzen  über die unendlichen mit Blaubeeren bewachsenen Wiesen fort, und halten jede Minute auf, um ihr leckeres Geschmack zu genießen. Von dem See schieben wir den Berg hinauf,  auf  eine attraktive Abfahrt  nach Masne bare  und Fahren über mit üppigem Graß bewachsenen Wiesen bis zum Kladopoljsko See hoffend. Leider, der Bergpfad, der durch  diesen Gegend führt ist völlig bewuchert und führt durch ein schweres Gelände, so dass eine sporadische Fahrt nur am Bergfuß möglich war,  über die grasigen Strecken, die mit dichtem Graß und Wacholdengebüsch nicht bewachsen waren.

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So schieben wir wieder unsere Fahrräder neben uns und gehen neben einer Herde der waidenden Stiere vorbei, die uns ängstlich  anblicken , genauso wie wir sie. Je näher wir zum Kladopoljsko See sind, desto besser wird der Bergweg und endlich, nach  4 Kilometer können wir uns auf Fahrräder setzen und bis zum letzten See fahren. Glücklich, dass wir alle neun Seen besichtigt haben und dabei den  Regen ausgewichen sind, machen wir eine kurze Pause am See und danach fahren zu mittelalterlichen Grabsteinen „stećci“ in Čengića bara, die vor kurzem auf  die UNESCO-Liste der Welltkulturerbe eingetragen sind. Von Stećci wählen wir  einen leichteren Weg durch Velji do, mit einer phänomenalen Abfahrt, die über die grasigen Wiesen bis Obalj führt, wo unsere Tour endet.

Wir übernachten in Kalinovik, genauer im Dorf Vlaholje, bei unseren Gastgebern Dušan und Slavojka, bei denen wir uns überzeugt haben, dass man auf dem Weg Via Dinarica neben  Naturschönheiten auch  Gastfreundlichkeit,  köstliche  Hausspezialitäten und Gesellschaft der Einheimischen genießen kann.

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Frühstück bei Slava und Duško

2. Tag

Nach einem reichlichen Frühstück und interessanten Geschichten der Gastgeber nehmen wir Abschied und fahren den Makadamweg an Treskavica- Abhängen los, Richtung Ljuta Cañon. Unser Ziel war, den Ljuta-Cañon, unter den höchsten Treskavica-Gipfeln fahrend umzufahren und in Dorf Rakitnica  hinunterkommen.

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Aber, wegen des schweren Geländes beim Aufstieg und Minengefahr geben wir  diese Route auf, fahren zum Fluß Ljuta hinuter, wo wir  die  Wasserscheide verlassen und etwa 200 Meter  Höhe  „verlieren“. Beim Aufstieg vom Cañon genießen wir den Ausblick auf die Treskavica-Gipfel und nahezu an der Spitze bewundern wir auch den attraktiven Puzim und die anderen Visočica-Gipfel, unterhalb  der wir zu Tušila weiterfahren. Wir übernachten in

der Berghütte Bijele vode auf dem Bjelašnica. Hier schließt sich unserer Gruppe der Rest der Mannschaft aus Sarajevo an, die zusammen mit uns die letzte Strecke dieser Expedition fahren wird.

3. Tag: Bjelašnica Bitovnja

Der Berg und die Tour über das Dugo polje gegen Lukomir ist eine der bekanntesten unter Bergfahrern in Bosnien-Herzegowina und man braucht sie  daher  nicht extra  beschreiben. Es genügt ein par Fotos, um alle Schönheit zu schildern, die dieser Berg bietet.

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Wir biegen zum Weg gegen Tarčin ab, von dem  sich  eine phänomenale Ausblick auf die von der Morgensonne bestrahlten Gipfel von Prenj bietet. Es ist sonst schwer den ganzen Prenj im Objektiv aufzunehmen, so dass wir diese Gelegenheit nutzen, Aufnahmen zum Andeneken auf diese Fahrt  zu machen.

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In Lanište biegen wir nach links ab, fahren das Gipfel Volujak um, fahren den Waldweg bis zum Ivan-Sattel hinunter, oberhalb des Straßentunnels, genau an der Wasserscheide des Adriatischen und Schwarzen Meeres fahrend. Am Sattel Ivan gehen wir auf den Berg Bitovnja über und fahren einen leichten Aufstieg gegen Martins Grab, wahscheinlich der bekannteste Ort auf dem Bitovnja. Auf der Spitze, weite Almen, Blaubeeren und ein unvergesslicher  Ausblick gegen Konjic im Süden und Sarajevo im Norden.

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Unter dem Čador die Bukova ravan hinunterfahrend, biegen wir in einen  Bergpfad ab und gelangen in einen „Wald“ von Waldhimbeeren, die wegen Massenanbau der Zuchtsorten fast keiner sammelt. Wir machen eine etwa lange Pause und genießen diese herliche Waldfrüchte.

Nach Himbeeren streunend biegen wir fals ab, und anstatt gegen den Sattel Ljeskovik, steigen wir ganz bis Dusina ab und verlieren  dabei die Höhe gegen den Berg  Pogorelica, der unser heutiges Ziel war.

Doch erreichen wird rechtzeitig die Berghütte, wo das Abendessen und gut gelaunte Gastgeber des Bergvereins „Pogorelica“ aus Kiseljak  auf uns warten. Wir vergleichen Geschichten  über Bergwanderungen und Bergradfahren und erkundigen uns über Einzeiheiten für die morgige Tour und erhalten einen nützlichen Ratschlag  vom erfahrenen Ćiro: „ Lass GPS, Faustregel: einen Einheimischen fragen“.

4. Tag: Zec-Vranica

Am nächsten Morgen, am Anfang des Aufstiegs, wenden wir gleich die angeeignete Regel an. Ein Mann, der im Wald Holzkohle macht, weist uns auf einen besseren Weg hin, der ganz zum Denkmal der italienischen Soldaten, die hier ums Leben gekommen sind, führt. Wir kommen an den  „Weg der Rettung“, einen Teil des Via Dinarica- Weges, der gegen den Berg Vitreuša führt.  Aber wegen Organisation des Transports entscheiden wir, über den

Berg Vranica  nach Fojnica hinunterzufahren und biegen daher nach rechts ab, bis an die höchsten Gipfel des Berges Zec hinauffahrend.

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Wir folgen der Bergtransfersale, die über die Vrbas- Quelle und Dernečiste führt, kommen am Gipfel  Sikira an und treffen wieder den Mann, der uns heute früh in Pogorelica den Weg zeigte. Bei ihm  gießen wir Wasser in unsere Flaschen zu und er wundert sich, wie schnell wir über den Berg angekommen sind.

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Wir setzen an der  Bergtransfersale fort und übergehen an den Berg Vranica. Hier genießen wir die Fahrt an schmalen Pfaden unterhalb des Tikva-Berges. Obwohl wir fast  am Ende des Pfades die Räder schieben müssen, erreichen wir schnell den Makadamweg, der zum Prokoško-See führt. Er ist zu einem sehr  populären Ziel geworden und es ist fast unmöglich an allen Autos, die hier fahren,  vorbeizufahren.

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Nach einem kurzen Aufhalten setzen wir gegen Fojnica fort, wo auf uns Transport wartet und beenden damit erfolgreich unsere erste mehrtagige Expedition durch Bosnien-Herzegowina.

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20160821 150314Der erste Teil  des Via Dinarica MTB-Weges ist fertiggefahren. Der Teil über den  Vitreuša, Raduša, Cincar, Golija und Šator folgt.

Abschließend danken wir dem Verein Terra Dinarica (Land Dinarika) für seine selbstlose Unterstützung bei der Verwirklichung dieser Tour sowie für Vertrauen bei der Realisierung des Projektes der MTB-Wege im Rahmen des Via Dinarica – Projektes.

Der Text ist mit Genehmigung des Autors  von diesem Link übernommen.

Die Tour gefahren und Fotos geteilt: Nermin, Haris, Ozrenko, Boris, Ivan i Đani

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